Nahrungsmittelunverträglichkeit

Als Nahrungsmittelunverträglichkeit werden verschiedene Prozesse bezeichnet, die zu Verdauungsstörungen und anderen Beschwerden führen können. Der Begriff umfasst die Nahrungsmittelintoleranz und die Nahrungsmittelallergie. Bei letzterer werden einzelne Bestandteile der Nahrung vom Immunsystem irrtümlich als gefährlich eingeschätzt. Daraufhin lösen die Botenstoffe der Mastzellen eine Abwehrreaktion aus. Diese kann sich mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Blähungen und Verstopfung bemerkbar machen. Je nach auslösendem Allergen können auch Kopfschmerzen, Schnupfen oder Hautausschlag auftreten.

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz werden einzelne Teile der Nahrung im Darm nicht verdaut, weil die dafür nötigen Enzyme entweder fehlen oder defekt sind. Die Nahrungsreste werden stattdessen zu Abfallprodukten umgeformt, die zu Beschwerden führen. Diese ähneln denen einer Nahrungsmittelallergie, weshalb beide Formen der Unverträglichkeit nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Zur Behandlung empfiehlt sich, die bekannten Auslöser wie etwa Laktose (in Milchprodukten), Gluten (in Weizenprodukten), Fruktose (in Früchten), Coffein (in Kaffee und Engergydrinks) oder Histamin (in fermentierten Produkten) zu meiden. Bei einer Nahrungsmittelintoleranz kann die Verdauung dieser Stoffe durch die Einnahme von Enzymen unterstützt werden.

Allergiker sollten ein Notfall-Set, beispielsweise mit Antihistaminika, bei sich führen, um bei einer unbeabsichtigten Einnahme von Allergenen eine Überreaktion des Immunsystems verhindern zu können.

Quellen

Dr. Fabian Dupont, Carola Felchner: Lebensmittelallergie. In: NetDoktor (https://www.netdoktor.de/krankheiten/lebensmittelallergie/)

Lebensmittelintoleranz. In: PharmaWiki (https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Lebensmittelintoleranz)

Nahrungsmittelunverträglichkeit. In: NetDoktor (https://www.netdoktor.de/krankheiten/nahrungsmittelunvertraeglichkeit/)